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Windpark in Langenbernsdorf: Unterschriften belegen wachsenden Unmut

(16.04.2014) Nico Tippelt: „FDP lehnt neue Windräder ab“

Langenbernsdorf. Windkraftanlagen stoßen im Landkreis Zwickau auf immer größeren Widerstand. Jüngstes Beispiel: Der geplante Windpark in Langenbernsdorf. Etwa 2700 Bürger haben ihren Unmut jetzt mit einer Unterschriftenaktion zum Ausdruck gebracht und die Liste dem Leiter des Planungsverbandes Region Chemnitz, Sebastian Kropop, übergeben. „Die lokale Politik und Verwaltung muss dieses deutliche Signal endlich ernst nehmen“, fordert nun der Landtagsabgeordnete Nico Tippelt.

Es könne nicht sein, so der FDP-Politiker aus dem Landkreis Zwickau weiter, dass gegen die Interessen und über die Köpfe so vieler Bürger hinweg entschieden werde: „Der Planungsverband muss bei der Erarbeitung des Windenergiekonzepts auf die Anwohner Rücksicht nehmen. Mindestens genauso wichtig ist jedoch, dass Stadträte und Oberbürgermeister deutlich machen, wie sie künftig mit dem Windenergie-Problem in der Region umgehen wollen.“

Die FDP positioniere sich schon seit Langem gegen die ungehemmt wachsende Zahl von Windkraftanlagen. „Wir lehnen neue Windräder ab“, sagte Nico Tippelt klar und deutlich. „Dafür stehen unsere Kandidaten bei den Kommunalwahlen ein. Auch auf Landesebene hat die FDP mit zahlreichen Entscheidungen dafür gesorgt, dass der Wildwuchs der Windräder begrenzt wird.“ Als Beispiele nannte der Landtagsabgeordnete das Verbot von Windkraft in sächsischen Wäldern, die Abstandsregelung von 1000 Metern zur Wohnbebauung und die Begrenzung des Anteils erneuerbarer Energien am Strommix im sächsischen Energie- und Klimaprogramm.

Klares Signal an Glücksritter der Windparks: Gigantische Windräder nicht willkommen

„Im Kampf gegen die Verspargelung unserer Landschaft zeigen die Maßnahmen auch erste Wirkung: Im vergangenen Jahr sind in Sachsen lediglich 13 neue Windräder gebaut worden“, betonte Nico Tippelt. Der Kampf gemeinsam mit den Bürgern vor Ort gehe aber weiter. „Riesige Anlagen von bis zu 200 Metern Höhe – wie sie beispielsweise in Langenbernsdorf geplant sind – führen zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Anwohner und entwerten ihre Grundstücke. Deshalb ist das Engagement der betroffenen Bürger vor Ort so wichtig, um ein klares Signal an die Glücksritter der Windparks zu senden: Gigantische Windräder vor unserer Haustür sind nicht willkommen. Die Befürworter von Windkraft, die sich selbst gern als Umweltschützer sehen, sollten sich außerdem einmal genauer informieren, welche verheerenden Auswirkungen die Rotorschläge der Anlagen auf die Vogelpopulation hat.“

Foto: Falk Kaufmann und die Bürgerinitiative "Gegenwind" übergeben dem Leiter des Planungsverbandes Region Chemnitz, Sebastian Kropop (M.), ihre Unterschriftensammlung.