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Schulen auf dem Land dauerhaft erhalten – aber keine Einheitsschule

(17.03.2014) FDP-Bildungspolitiker Norbert Bläsner will mehr Freiheiten für Schulen vor Ort

Dresden. Der sächsische Landeselternrat und der Landesschülerrat haben am Montag die Ergebnisse der gemeinsamen Vollversammlung vom Wochenende vorgestellt und ihre Ideen für die künftige Schulpolitik in Sachsen erläutert. „Dass die Vertreter von Eltern und Schülern den Blick besonders auf die Schulen im ländlichen Raum richten, ist bildungspolitisch völlig richtig“, erklärte dazu Norbert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion. „Mit unserem Schulschließungsstopp haben wir da einen echten Meilenstein geschafft.“ Zuvor waren von der CDU/SPD-Regierung noch 166 Mittelschulen geschlossen worden.

„Den Vorschlag, sich die künftigen Mindestschülerzahlen für Schulen in dünn besiedelten Gebieten genauer anzuschauen, werden wir aufgreifen und diskutieren“, kündigte Norbert Bläsner an. „Denn in der nächsten Wahlperiode müssen wir das Schulgesetz überarbeiten und dann auch den Erhalt der Einrichtungen auf dem Land gesetzlich verankern. Wir brauchen da auch mehr flexible Lösungen, wie beispielsweise jahrgangsübergreifenden Unterricht.“ Ebenfalls im Zuge des neuen Schulgesetzes soll eine dauerhafte und auskömmliche Finanzierung der freien Schulen gesichert werden.

„Die Forderung nach Einheitsschulen von der 1. bis zur 12. Klasse lehnen wir allerdings ab“, stellte der FDP-Bildungspolitiker klar. „Sächsische Schüler, die in unserem gegliederten Schulsystem mit Gymnasien und Oberschulen lernen, gehören deutschlandweit zu den besten – und an diesem erfolgreichen System werden wir nicht rütteln.“ Um das gegliederte Schulsystem durchlässiger zu machen, hatte die Regierungskoalition mit der neuen Oberschule eine zusätzliche Bildungsempfehlung nach der 6. Klasse eingeführt. „Aber eine generelle Einheitsschule wird es mit der FDP nicht geben“, betonte Norbert Bläsner.

Mehr Eigenverantwortung für Sachsens Schulen

Mit der Forderung nach mehr Eigenverantwortung für die Schulen rennen die Vertreter von Schülern und Eltern bei den Liberalen offene Türen ein: „Mit dem Honorarbudget gegen Unterrichtsausfall, über das die Schulleiter vor Ort flexibel verfügen, haben wir schon ein Stückchen mehr Verantwortung übertragen. Künftig sollen die Schulen auch mehr Freiräume bei der Unterrichtsgestaltung mit schlankeren Lehrplänen und die Möglichkeit zur Abweichung von der Stundentafel erhalten“, kündigte der FDP-Abgeordnete an.

„Um langfristig den Lehrerbedarf im ländlichen Raum abzusichern, haben wir mit den Stipendien für Lehramtsstudenten einen ersten Schritt gemacht“, sagte Norbert Bläsner. Wer sich als Lehramtsstudent verpflichtet, später in einer Schule außerhalb der Großstädte zu unterrichten, erhält eine entsprechende Förderung während seines Studiums. „Solche Anreize müssen wir verstärken“, ist der Bildungspolitiker überzeugt. Im vergangenen Jahr habe der Freistaat insgesamt rund 1000 Lehrer neu eingestellt.