Suche auf www.nico-tippelt.de



Netzwerk-Profile



FDP hilft e.V.
logo_fdp_hilft.gif



Bilanz der FDP-Landtagsfraktion
Halbzeitbilanz



Impressum
Das Impressum dieses Internetauftritts finden Sie hier.

Artikel

Sächsische Kultur- und Kreativwirtschaft ist Thema im Landtag

(09.05.2012) „Auf die wirklichen Probleme der Branche fokussieren“

Zum Video

Dresden. Der FDP-Kulturexperte Nico Tippelt hat den am Mittwoch im Sächsischen Landtag behandelten Antrag der SPD-Fraktion zur Kultur- und Kreativwirtschaft entschieden abgelehnt. In Richtung der Sozialdemokraten sagte er: „Ihr Engagement ehrt Sie. Aber deswegen bedeutet das noch lange nicht: Viel hilft Viel.“ Der Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Zwickau sprach sich vor allem gegen zusätzliche Bürokratie aus. Vorhandene Strukturen für Information und Beratung sollten stärker genutzt werden, als zusätzliche Posten wie die eines neuen Landesbeauftragten für die Belange der Kultur- und Kreativwirtschaft zu schaffen. „Ich denke da zum Beispiel an die Kulturraum-Sekretariate mit ihrer regionalen Verwurzelung und insbesondere ihrem regionalen Know-how“, sagte Nico Tippelt. „Und auch in den Großstädten Dresden und Leipzig haben sich eigene sehr spezielle Netzwerke gefunden, die wiederum komplett anders arbeiten und funktionieren. Und ja, diese Netzwerke verdienen es durchaus, auch unterstützt zu werden.“

Die SPD versuche, so der FDP-Abgeordnete weiter, die gesamte Branche über einen Kamm zu scheren: „Dabei könnte sie inhomogener nicht sein. Die vielen Einzelbereiche einer zentralen Einrichtung für Sachsen zuzuordnen, wird der Vielfalt nicht gerecht und hemmt den Pluralismus eher als dass es ihm hilft.“ Man könne nicht einen Posten wie den eines Landesbeauftragten schaffen und im gleichen Atemzug von Haushaltskonsolidierung sprechen.

| Video: Nico Tippelts Redebeitrag im Sächsischen Landtag

Wesentliche Punkte haben die Sozialdemokraten in ihrem Antrag zudem vergessen: „Der Schutz des geistigen Eigentums wird in Zeiten wachsender medialer Konvergenz und Selbstbedienungs-Mentalität immer wichtiger. Außerdem sollten wir uns eher Gedanken über Entwicklungen etwa bei der Künstlersozialkasse machen und diese wieder stärker auf ihre ursprüngliche Intention zurückführen – nämlich freiberufliche Künstler zu fördern“, betonte Nico Tippelt. „Das sind Probleme, die die Kultur- und Kreativwirtschaft wirklich bewegen und die wir als FDP-Fraktion gemeinsam mit der CDU im Fokus haben.“

Bei der SPD vermisst der Kulturexperte ein Gespür für die Branche: „Der Großteil der Kultur- und Kreativwirtschaft sind keine Arbeitsscheuen, die nur die Hand aufhalten. Der Großteil sind engagierte Menschen, die Woche für Woche weit über die klassische 40-Stundenwoche hinaus arbeiten, gute Ideen entwickeln, ihre guten Ideen umsetzen und anpacken können und wollen.“ Für diese Bürger gebe es bereits verschiedene Förderinstrumente, von denen alle Branchen profitieren können. „Da braucht es keine Spezialangebote und Sonderbehandlung“, stellte Nico Tippelt klar. „Da ist im besten Falle nur etwas Einsatz nötig, um ihnen diese Möglichkeiten nahe zu bringen, diese Möglichkeiten stärker zu kommunizieren."