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Nico Tippelts Rede zum Hochschulfreiheitsgesetz in Sachsen

(26.09.2012)

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

wie kaum anders zu erwarten, beschäftigen sich die Kollegen von der Opposition mal wieder nur mit den Details, anstatt das große Ganze zu sehen.

Sehr geehrter Herr Prof. Besier von den Linken, Sie schwärmen hier von US-amerikanischen Hochschulen. Sie wissen aber schon, dass dort die Hochschullandschaft sehr differenziert ist, dass es dort Studiengebühren gibt und unternehmerische Hochschulführung bei höherem Drittmitteleinsatz in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft die Regel ist.

Den Studenten neue Freiheiten einzuräumen spielt für uns eine wichtige Rolle und Freiheit wiederum bringt nun mal stets auch mehr Eigenverantwortung mit sich.

Fakt ist, eine verfasste Studentenschaft die von freiwilligen Mitgliedern getragen wird, hat eine deutlich größere Legitimation, als eine, die sich auf Zwangsmitglieder stützt.

Sollten die Mitglieder tatsächlich in Scharen davonlaufen, wäre es vielleicht eher an der Zeit, dass der Studentenrat bedarfsgerechter arbeitet und den Studenten attraktive Angebote macht bzw. sein Angebot auf wirklich nachgefragte Inhalte abstimmt.

Genau darum sehe ich darin auch viel mehr eine Chance, das Profil des Studentenrats zu schärfen, damit auch der einzelne Student sehen kann, ob und konkret was der Studentenrat für ihn bringt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

das Hochschulfreiheitsgesetz bringt aber noch weitere zielführende Neuerungen mit sich.

So werden Langzeitstudenten zukünftig zur Kasse gebeten, um damit die Qualität der Lehre weiter zu verbessern.

Fakt ist- jeder Studienplatz kostet ein kleines Vermögen. Daher ist es nur Recht und Billig dass Studenten einerseits ihr Ziel fest im Visier haben und in angemessener Zeit ihr Studium abschließen, somit verantwortungsvoll mit den ihnen zur Verfügung gestellten Ressourcen umgehen…

Und natürlich gibt es für außergewöhnliche Lebenslagen extra Regelungen. So ist es selbstverständlich, dass eine Studienauszeit wegen Kindererziehung, Gremienarbeit usw. nicht angerechnet wird.

Andererseits stehen unsere Hochschulen in der Verantwortung, die Qualität ihrer Lehre ständig zu verbessern, z.B. Extratutorien, verlängerte Bibliotheksöffnungszeiten, exzellentes Lehrpersonal etc., ermöglicht hier gerade das neue Hochschulfreiheitsgesetz, eventuelle Einnahmen genau dafür zu verwenden.

Selbst wenn Studenten Gebühren zahlen, dann kommt es diesen im Gegenzug wieder zugute.

Weiterhin haben wir uns als FDP-Fraktion dafür eingesetzt, einen Wunsch der Fachhochschulen umzusetzen, so dass diese künftig den Titel „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ tragen dürfen.

Damit bekommen diese die Chance, sich in ihrer Außenwirkung weiter zu profilieren und dabei gleichzeitig das sächsische 3-Säulen-Modell aus Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademie insgesamt zu stärken.

Darum bitte ich Sie um Ihre Zustimmung für mehr Freiheiten und mehr Verantwortung für sächsische Hochschulen!

Vielen Dank!