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Nico Tippelt und Norbert Bläsner stellen Oberschulreform vor

(21.03.2011) Konstruktive Gespräche beim Landespolitischen Abend

Glauchau. Voll bepackt mit Ideen und Gestaltungsvorschlägen zum Thema „Oberschulreform“ kann der Landtagsabgeordnete Nico Tippelt in dieser Woche nach Dresden reisen. Zu einem landespolitischen Abend im Glauchauer Hotel „Wettiner Hof“, bei dem es sich rund um die von der FDP-Fraktion in den Koalitionsvertrag der CDU/FDP-Regierung eingebrachten „Sächsischen Oberschulreform“ drehte, hatte sich Nico Tippelt den bildungspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion im sächsischen Landtag, Norbert Bläsner, als Fachmann eingeladen. Zu dieser Vortrags- und Diskussionsrunde waren interessierte Lehrerinnen und Lehrer sowohl von privaten als auch staatlichen Schulen des Landkreises Zwickau sowie Mitglieder des FDP-Ortsverbandes Glauchau gekommen und sorgten mehr als zwei Stunden lang für eine sehr konstruktive Diskussion. „Insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer wissen genau, warum die Mittelschulen mit einem aktuell nicht so positiven Image zu kämpfen haben. Man könnte meinen, die Mittelschule tendierte inzwischen immer mehr zur Resteschule. Und genau da wollen wir ansetzen und dem entgegen wirken. Ein erster Schritt dazu ist bereits mit dem Heraufsetzen des Notendurchschnittes auf 2,0 für einen Zugang zum Gymnasium getan“, erklärt Nico Tippelt die Problematik.

Als Folge dessen, war in den vergangenen Tagen nach der Veröffentlichung der Anmeldezahlen an den Schulen ein neuer Trend erkennbar – weniger Fünftklässler als bisher besuchen ab dem neuen Schuljahr ein Gymnasium, mehr Schüler dafür die Mittelschulen. Deutlich wurde an diesem Abend, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer möglichst bald positive Veränderungen und nützliche Unterstützung des Freistaates für ihre Mittelschulen wünschen. Nico Tippelt und Norbert Bläsner waren sich jedoch einig, dass dies von heute auf morgen nicht zu machen sei. „Die Diskussionen darüber laufen, denn für unser Vorhaben sind auch mehr Ressourcen an den Schulen nötig. Die Qualität und die Angebote müssen künftig verbessert und damit die Mittelschule wieder zum Herzstück des Schulsystems werden“, so Bläsner.

 Nico Tippelt wies noch einmal auf die offensichtliche Auseinanderentwicklung von Mittelschule und Gymnasium in den vergangenen Jahren hin. Das solle sich nun wieder annähern und dadurch Schüler mit einem Realschulabschluss nahezu problemlos ein Abitur ablegen können, auch wenn sie sich für diesen Schritt in Klasse 4 oder 6 noch nicht entschieden hatten. Unterschiedlich bewerteten die Pädagogen an diesem Abend die Bezeichnung „Oberschule“. Das allerdings, so der Landtagsabgeordnete Norbert Bläsner, sei nicht das Kernstück. „Entscheidend ist doch, was drinnen getan wird und nicht das, was draußen dran steht“, brachte er das Ansinnen der FDP auf den Punkt.

Als einen Vorschlag, über den es sich auf jeden Fall nachzudenken lohne, nannte Nico Tippelt die Idee eines anwesenden Schulleiters eines Gymnasiums in freier Trägerschaft aus Zwickau, für Mittelschüler und Gymnasiasten der höheren Klassenstufen eine Art Schülerstipendium einzuführen. Diese sollen Unternehmen an Schüler vergeben, die beispielsweise nach einem Praktikum Interesse an der jeweiligen Firma zeigen, und wenn auch das Unternehmen es für sinnvoll erachtet, an dem jungen Menschen festzuhalten, um ihn später als Auszubildenden an den Betrieb zu binden. „Das Thema Oberschulreform ist momentan noch ein offener Prozess“, betonte Norbert Bläsner. Mit Nico Tippelt war er sich einig, dass Ergebnisse noch in dieser Legislaturperiode vorgelegt werden müssen.

Mehr Infos zur Reform des Schulsystems unter: www.fdp-sachsen.de

Fotos: Uwe Graupner