Suche auf www.nico-tippelt.de



Netzwerk-Profile



FDP hilft e.V.
logo_fdp_hilft.gif



Bilanz der FDP-Landtagsfraktion
Halbzeitbilanz



Impressum
Das Impressum dieses Internetauftritts finden Sie hier.

Artikel

Medizinische Versorgung verbessern – Bürokratie im Gesundheitswesen abbauen!

(15.04.2015) Landespolitischer Abend zur Gesundheitspolitik in Werdau

Werdau. Ärztemangel, Arzneimittelbudgetierung, Bürokratie – das einst beispielhafte deutsche Gesundheitssystem kämpft längst mit großen Problemen. Den Schwierigkeiten und möglichen Lösungsansätzen widmete sich am Mittwochabend ein Landespolitischer Abend des FDP-Kreisverbandes in Werdau. Als fachkundiger Gesprächspartner stellte Dr. Rainer Kobes, Chefarzt in der Pleißentalklinik, konkrete Zahlen vor und brachte seine langjährige Erfahrung aus der Landesärztekammer ein. „Ich danke Dr. Rainer Kobes sehr für seine Teilnahme, er hat uns wichtige und vor allem praxis-orientierte Einblicke gegeben“, sagte der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten, Nico Tippelt. „Unter den Besucher hat sich im Anschluss eine sehr offene und lebendige Diskussion entwickelt, in der wir die Herausforderungen differenziert betrachtet haben.“

Ausgangspunkt für den Landespolitischen Abend im Hotel Friesen war die Situation im Gesundheitssystem. „Wir haben in Deutschland eine der besten Gesundheitsversorgungen der Welt, nicht zuletzt deshalb steigt die Lebenserwartung erfreulicherweise immer weiter an. Und wir wissen, dass es viele Ärzte, Schwestern, Pfleger und Mitarbeiter gibt, die ihrer Arbeit mit viel Herzblut und Engagement nachgehen“, betonte Nico Tippelt. „Gleichzeitig ist das System jedoch auch hochkomplex und es wird durch die überbordende Bürokratie gehemmt.“

Die Politik verteilt Wahlgeschenke, statt Probleme grundsätzlich zu lösen

Auf der einen Seite stehe der Druck zur Kostenminimierung, auf der anderen der zur Effizienzsteigerung, erklärte Dr. Anke Jahn aus dem FDP-Kreisvorstand. „Dadurch werden ambulante Betreuung und Krankenhäuser überlastet und gegeneinander ausgespielt.“ Dabei gebe es deutliche Unterschiede zwischen Ballungsgebieten und dem eher ländlich geprägten Raum wie Westsachsen. „Die Folge ist ein Fach- und Hausärztemangel, den die Patienten schon jetzt in eigener Erfahrung immer wieder erleben müssen“, berichtet die niedergelassene Radiologin. „Arznei-, Heil- und Hilfsmittelbudgetierungen gehören zum Alltag in den Praxen und es ist ein immer schwierigerer Kampf, eine angemessene Versorgung aufrechterhalten zu können.“

Sie ärgere, so Anke Jahn weiter, dass die Politik diese Probleme nicht grundsätzlich löst. „Stattdessen werden neue ,Wahlgeschenke' wie beispielsweise Termingarantien innerhalb von vier Wochen verteilt, die für weiteren Frust in der Ambulanz und für zusätzliche Belastungen der jetzt schon übervollen Krankenhäuser sorgen. Sinnvoller und wichtiger wäre es, dass bürokratische Hindernisse abgebaut werden, damit die Ärzte sich darauf konzentrieren können, weshalb sie in die Medizin gegangen sind: Menschen zu helfen.“