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Lesch: "8,50 Euro - ein Mindestlohn, der arm machen kann"

(11.07.2014) Stellungnahme des Vorsitzenden der Liberalen Arbeitnehmer Sachsen

Chemnitz. Die Liberalen Arbeitnehmer lehnen einen flächendecken Mindestlohn der Bundesregierung ab und unterstützen die Initiative des sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). Dazu erklärt Wolfgang Lesch, Vorsitzender der Liberalen Arbeitnehmer Sachsen e.V.: "Seit Jahren bemühen wir uns um eine politische Mehrheit zur Einführung einer Lohnuntergrenze, die Regionen, Branchen und Qualifikationen in die Lohnfindung einbezieht. Für uns ist die Lohnfestsetzung durch den Staat eine Bankrotterklärung der Gewerkschaften. Löhne müssen von denen ausgehandelt werden, die sie bezahlen und denen die sie erhalten."

"Wenn man die Worte von Ministerin Nahles ernst nimmt, dass damit auch Preise steigen können und Dienstleistungen teurer werden, dann ist die Aktion zwar ein Trostpflaster für die Linkspopulisten, aber eben auch eine Verschiebung der Armutsgrenze nach oben. Die 8,50 Euro von morgen werden nicht mehr den Wert haben von 8,50 Euro heute. Ist es dann gerechtfertigt, dass wir dafür Arbeitsplätze auf dem Altar des Populismus opfern? Gerade Sachsen mit seinen Grenzen nach Tschechen und Polen könnte davon betroffen sein.

Es ist schon verwunderlich für uns als Arbeitnehmervertreter, dass genau die neuen Bundesländer diesem Etikettenschwindel zustimmen wollen. Glaubt jemand, dass die schwache Konjunktur, z.B. in Sachsen Anhalt auf die Beine kommt und damit die dringend notwendigen Arbeitsplätze vom Himmel fallen?

Große Sorgen machen wir uns auch um die Leistungsempfänger in unserem Land. Sie bekommen keinen Cent mehr, müssen aber die höheren Preise bezahlen. Für Familien im Niedriglohnsektor, für Alleinerziehende und Hartz IV-Empfänger ist das nicht der Stein der Weisen. Wir fordern eine Politik, die den Menschen hilft und sie nicht belastet."