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„Jetzt erst recht“: Nico Tippelt im Interview mit Freie Presse

(25.10.2013) Gespräch über die Bundestagswahl und die Zukunft der FDP

Zwickau. Einen Monat nach der Bundestagswahl hat die Tageszeitung Freie Presse mit dem Landtagsabgeordneten und Bundestagskandidaten Nico Tippelt gesprochen. In dem Interview äußert sich der Vorsitzende des Zwickauer FDP-Kreisverbandes zum Wahlergebnis und dessen Auswirkungen. Dem Redakteur Christian Gesellmann berichtete Nico Tippelt auch von der wachsenden Zahl von Parteimitgliedern und sprach über die Zukunft der Partei. Lesen Sie hier das Interview mit der Freien Presse.

Freie Presse: Haben Sie am Abend der Bundestagswahl mal daran gedacht, den Job bei der FDP hinzuschmeißen?

Nico Tippelt: Nein, Liberale sind Überzeugungstäter. Hinschmeißen in schweren Zeiten kommt für mich nicht infrage. Wenn man es in der Politik leicht haben will, muss man in eine Schönwetterpartei gehen, nicht in die FDP als klare Programmpartei. Ich war natürlich erschrocken, insbesondere über die sehr persönlichen Angriffe auf FDP-Politiker durch ARD und ZDF in der Woche vor der Wahl.

Die FDP sitzt nicht mehr im Bundestag – welche Auswirkungen hat das auf den Kreisverband?

Es ist für die gesamte Partei eine bittere und schmerzhafte Niederlage, wobei jetzt alles das, wovor wir auf unseren Plakaten gewarnt hatten, offenbar schneller Eintritt als befürchtet: weiter steigende Energiepreise, höhere Steuern, Mindestlöhne zum Schaden von Kleinunternehmern, Jugendlichen und Geringqualifizierten. Und obendrein droht spätestens in zwei Jahren Rot-Rot-Grün. Es scheiden auch vier sächsische FDP-Abgeordnete aus dem Bundestag aus, die sich leidenschaftlich für Sachsen eingesetzt haben. Im Kreis Zwickau waren wir auf Veränderungen vorbereitet, da Joachim Günther auf einen Listenplatz schon vorher verzichtet hatte. Insofern sind die Auswirkungen eher begrenzt. Das hat auch damit zu tun, dass wir weiterhin fest in den Städten und Gemeinden verankert sind. Die Kommunal- und Landtagswahlen werden durch die Orts- und Kreisverbände mit Unterstützung durch die jeweils höhere Ebene finanziert. Große Veränderungen hinsichtlich des Budgets erwarte ich nicht. Der Kreisverband selbst hat keine hauptamtlichen Angestellten, aber die Abgeordneten-Büros sind weiterhin besetzt.

Gab es nach der Wahl Austritte aus dem Kreisverband?

Es gab einen Austritt, aber auch zwei Eintritte. Damit haben wir nun 204 Mitglieder und ich bin zuversichtlich, dass sich noch mehr Menschen aus der Region in der FDP engagieren wollen, denn in ganz Sachsen erleben wir derzeit eine kleine Eintrittswelle. Ich habe den Eindruck, viele Bürger sagen sich: „Die FDP wird gebraucht. Jetzt erst recht.“

Nächstes Jahr stehen Landtags-, Kommunal- und Europawahlen an – wie optimistisch gehen Sie in diese Wahlkämpfe?

Dass die Erwartungen nach der Bundestagswahl etwas gedämpfter sind, ist sicherlich nachvollziehbar. Ich bin aber überzeugt, dass wir allen Grund zum Optimismus haben. Anders als im Bund gibt es keine Personalquerelen in der sächsischen FDP, wir haben ein klares Profil und die FDP-Minister in der Landesregierung leisten gute Arbeit. Inhaltlich wird wichtig sein, einen unverwechselbar liberalen Kurs beizubehalten und die Bürger mit solider Arbeit zu überzeugen. Der Freistaat steht auf verschiedenen Gebieten hervorragend da, insbesondere in der Bildungs- und Wirtschaftspolitik.

Ist die „Alternative für Deutschland“ eine ernsthafte Gefahr für die FDP?

Die AfD ist eine Protestpartei und eine Gefahr für alle Parteien, weil sie ein Tabuthema anspricht, die Euro-Politik. Wir müssen uns stärker damit auseinandersetzen, denn die Politik des billigen Geldes schafft immer wieder neue Blasen und schadet etwa der Altersvorsorge. Bei der AfD kann ich jedoch keinerlei brauchbare Lösungsansätze entdecken.

Erschienen in der Freien Presse am 21.10.2013

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