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FDP-Fraktionen erinnern in Mödlareuth an DDR-Volksaufstand

(16.06.2013) Länderübergreifende Gedenkveranstaltung zu Ereignissen des 17. Juni 1953

Mödlareuth. Anlässlich des 60. Jahrestags des Volksaufstands in der DDR hatten die FDP-Landtagsfraktionen Bayerns, Sachsens und Thüringens am Sonntag zu einer Gedenkveranstaltung in das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth eingeladen. Vertreter der Fraktionen würdigten die Ereignisse von 1953 politisch. Außerdem vermittelten Zeitzeugen ein eindrückliches Bild vom Leben in unmittelbarer Nähe der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Sie trennte über vier Jahrzehnte Bayern von Sachsen und Thüringen, senkte den Schlagbaum zwischen freiheitlichem Denken auf westlicher und staatlicher Bevormundung auf östlicher Seite. Doch der Freiheitswille der Menschen in der DDR war stärker als Beton und Stacheldraht. Proteste und Massenflucht fegten die Grenze hinweg. Beim Volksaufstand von 1953 bäumte sich dieser Freiheitswille ein erstes Mal auf – damals noch von Waffengewalt unterdrückt. Die DDR-Führung versuchte seitdem, den 17. Juni als "faschistischen Putschversuch" zu verunglimpfen. In der Bundesrepublik feierte man ihn still als "Tag der Deutschen Einheit".

FDP-Fraktionen fordern mehr Unterricht über jüngere deutsche Zeitgeschichte

Auf ihrer gemeinsamen Gedenkveranstaltung Sonntag in Mödlareuth haben die drei FDP-Landtagsfraktionen aus Bayern, Sachsen und Thüringen folgende gemeinsame Erklärung verabschiedet:

"Mehr als vier Jahrzehnte trennte die innerdeutsche Grenze Bayern von Sachsen und Thüringen. Wir haben auf unserer heutigen gemeinsamen Gedenkveranstaltung in Mödlareuth die Menschen gewürdigt, die gegen diese Grenze gekämpft haben.

Es sind die Menschen, deren Aufstand das Unrechtsregime der DDR am 17. Juni 1953 blutig niedergeschlagen hat. Es sind die Menschen, die für Bürgerrechte gekämpft und demonstriert haben, die Drangsalierung in Kauf genommen und ihre körperliche und seelische Unversehrtheit riskiert haben. Es sind auch die Menschen, die die DDR massenweise versuchten zu verlassen und in den westdeutschen Botschaften in osteuropäischen Staaten auf ihre Ausreise warteten. Es sind alle Menschen, die das Unrechtsregime in stillem Widerstand ertrugen und die Gelegenheit der friedlichen Revolution schließlich ergriffen haben. Ihnen und ihren Gleichgesinnten in anderen osteuropäischen Staaten – denken wir an den Prager Frühling und die Danziger Werft – verdanken wir zu einem großen Teil die deutsche und europäischen Einigung.

Die jüngere deutsche Zeitgeschichte hat im Schulunterricht derzeit noch nicht den Stellenwert, der ihr zukommt. Wir werden uns in unseren Ländern und in der Kultusministerkonferenz dafür einsetzen, dass der 17. Juni 1953, das Unrechtsregime der DDR, die Bürgerrechtsbewegung, die friedliche Revolution 1989 und die deutschen und europäischen Einigungsprozesse künftig stärker in den Lehrplänen der Bundesländer berücksichtigt werden."

| Das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth im Internet

| Die FDP-Landtagsfraktion in Sachsen

| Die FDP-Landtagsfraktion in Thüringen

| Die FDP-Landtagsfraktion in Bayern

Fotos: Gordon Schmidt