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FDP-Fraktion will Kulturland Sachsen weiter stärken – Debatte im Landtag

(14.03.2014) Kritik an Kündigung des Semperoper-Intendanten

Dresden. In der Sitzung des Sächsischen Landtags am Mittwoch hat Nico Tippelt die Bedeutung der Kulturlandschaft im Freistaat gewürdigt. Die FDP-Fraktion bekenne sich dazu, sie weiter zu stärken, und wisse dabei auch den Koalitionspartner CDU auf ihrer Seite, so der Landtagsabgeordnete. Kritisch beurteilt der Kulturpolitiker dagegen das Vorgehen von Staatsministerin Sabine von Schorlemmer bei der Besetzung des Posten des Semperoper-Intendanten.

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Zur Fachregierungserklärung am Mittwoch hatte Nico Tippelt zunächst darauf hingewiesen, dass Sachsen seit der Wende und vor allem auch in den vergangenen vier Jahren auf eine sehr positive kulturelle Entwicklung blicken könne: „Die Opposition kann ja gern weiter versuchen, es zu ignorieren oder kleinzureden, aber die Zahlen zeigen es schwarz auf weiß: Sachsen ist das Flächenland mit den höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur. Und darauf können wir mit Fug und Recht stolz sein“, erklärte der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion. „Der Freistaat Sachsen ist das Kulturland Nummer 1 in Deutschland, und seine kulturelle Strahlkraft reicht weit darüber hinaus.“

Sachsen als historisches und modernes Kulturland

Nico Tippelt erinnerte daran, das Sachsen allein schon historisch kulturell viel zu bieten habe: „Dabei braucht man gar nicht zurück bis zu Canaletto oder Caspar David Friedrich schauen, denn auch im vergangenen Jahrhundert hat zum Beispiel Dresden mit der Künstlergruppe 'Brücke' einen Wegbereiter des deutschen Expressionismus hervorgebracht.“

Sächsische Staatskapelle Dresden, Thomanerchor, Gewandhausorchester oder Semperoper – um nur einige Beispiele aus dem Bereich Musik zu nennen – tragen heute zu Sachsens gutem Ruf in der Welt bei. „Genauso stolz können wir auf unsere moderne und vielfältige Szene der bildenden Kunst sein: So hat es die Neue Leipziger Schule unter anderem mit Neo Rauch bis auf den US-amerikanischen Kunstmarkt geschafft. Ebenso genannt sei das Beispiel 'Görliwood', wo große Filme wie 'Der Vorleser' oder 'The Grand Budapest Hotel' gedreht werden“, sagte der FDP-Abgeordnete. „Und nicht zuletzt auch die vielfältige Landschaft von Schlössern, Burgen und Gärten sowie Industriedenkmälern zeugen von der reichen Geschichte Sachsens, die wir bewahren und mit der wir um Gäste werben.“

„Kündigung des Semperoper-Intendanten ist kulturpolitisches Desaster“

All die vielen Bausteine des Kulturlandes Sachsen müssten verstärkt für das Marketing des Freistaats genutzt werden, forderte Nico Tippelt: „Menschen, die über die Kultur den Weg nach Sachsen finden, generieren auf der einen Seite einen direkten Mehrwert für unsere Unternehmen im touristischen Bereich und lernen auf der anderen Seite den Freistaat als möglichen Ort für künftige Verbindungen gleich welcher Art kennen.“

Die FDP-Fraktion bekenne sich ohne Wenn und Aber dazu, das Kulturland Sachsen weiter zu stärken. „Und wir wissen dabei die CDU-Fraktion an unserer Seite“, berichtete der Landtagsabgeordnete. So hätte es ohne das Entgegenwirken der Koalitionsfraktionen in den Haushaltsverhandlungen einen Kulturabbau gegeben. „Wir haben die zusätzlichen Investitionsmittel für die Kulturräume in den aktuellen Doppelhaushalt verhandelt, die im übrigen auch Frau Staatsministerin gern nach außen trägt. Bei der Besetzung des Semperoper-Intendanten wäre Führung gefragt gewesen, anstatt alles einer Expertenkommission zu überlassen“, stellte Nico Tippelt klar. „Nach außen hin ist die Kündigung – egal aus welchen Gründen – zweifellos ein kulturpolitisches Desaster.“

Foto (Archiv): Thomas Schlegel / DIGIMAX