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1111 mal WDA: Heimatkennzeichen auch in Werdau beliebt

(28.01.2014) Nico Tippelt übergibt Riesen-Nummernschild an OBM Stefan Czarnecki

Werdau. Nach der Wiedereinführung der im Zuge der Kreisgebietsreformen abgeschafften Kfz-Kennzeichen vor über einem Jahr wird in Werdau in diesen Tagen das 1111. Kennzeichen mit dem Kürzel „WDA“ ausgegeben. Zu diesem Jubiläum überreichte der FDP-Landtagsabgeordnete Nico Tippelt am Dienstag ein symbolisches Riesen-Heimatkennzeichen an Oberbürgermeister Stefan Czarnecki. Das überdimensionale Nummernschild enthält die Ziffernangabe 1111 als Anzahl der seit Wiedereinführung ausgegebenen Kennzeichen mit dem Kürzel der Stadt.

„Die Werdauer waren mit ihrem Wunsch nach dem alten, neuen Kennzeichen bislang etwas zurückhaltender als die Autofahrer in anderen Städten der Region“, sagte Nico Tippelt. „Doch nun werden es beständig mehr Fahrzeuge, die mit dem Kürzel WDA auf den Straßen unterwegs sind. Dies belegt erneut, dass es richtig war, die unbürokratische Wahlmöglichkeit einzuführen. Auch die Werdauer wollen so ihre Heimatverbundenheit zum Ausdruck bringen.“

Im Zuge der Kreisgebietsreformen 1994 und 2009 in Sachsen verschwanden auch die Nummernschild-Kürzel der aufgelösten Landkreise, da jeder Zulassungsbezirk nur ein Kürzel haben durfte, wie das Bundesrecht vorschrieb. Dies wurde bereits damals von der sächsischen FDP kritisiert, da so ein Stück regionaler Identität verloren gehe. Die Bürger hätten „ihr“ Kürzel behalten dürfen, um ihre Heimatverbundenheit auf dem Nummernschild zum Ausdruck zu bringen, forderte die FDP.

FDP setzt sich für Wiedereinführung der Heimatkennzeichen ein

Nachdem die FDP nach der Landtagswahl im Herbst 2009 an der Seite der CDU in Sachsen in die Regierung eintrat, nahm sie ihre Forderung wieder auf. Besonders FDP-Landes- und Fraktionschef Holger Zastrow machte sich für die Wiedereinführung der Heimatkennzeichen stark. Seine Landtagsfraktion suchte gemeinsam mit Verkehrsrechtsexperten einen Weg, die abgeschafften Kennzeichen wiederzubeleben.

Im Frühjahr 2011 brachte das sächsische Verkehrsministerium unter FDP-Minister Sven Morlok das Thema in die Verkehrsministerkonferenz ein, die sich für die Möglichkeit aussprach, auch die abgeschafften Kennzeichen wieder zu vergeben. Ende 2011 brachte Sachsen schließlich eine entsprechende Bundesratsinitiative ein, die zum Erfolg führte.

Am 1. November 2012 trat eine neue Kfz-Zulassungsverordnung in Kraft, die es den Ländern erlaubte, die alten Heimatkennzeichen wiedereinzuführen. Sachsen nutzte diese Möglichkeit als erstes Bundesland – bereits am 8. November 2012 konnten die Sachsen ihre lange vermissten Kennzeichen-Kürzel wieder bekommen. Diese Möglichkeit wurde von Anfang an begeistert angenommen: Bereits 100 Tage nach Wiedereinführung waren in Sachsen rund 77.000 Altkennzeichen beantragt und ausgegeben worden.

| Die Stadt Werdau im Internet

Foto: Stadtverwaltung Werdau / André Kleber